Hannah Höch - Foto: Dietmar Bührer

 

 

Pressemitteilung 8. November 2008

KUNST GALERIE FÜRTH8.11. bis 21.12.2008
Fotocollagen von Hannah Höch
Nachdem die Galerie im Jahr 2004 einen Querschnitt durch das Werk von Raoul Hausmann zeigen durfte, wird nun endlich die langjährige Lebensgefährtin des „DADAsophen“ vorgestellt, Hannah Höch: die Miterfinderin der Fotocollage. Höch ist die bedeutendste deutsche Künstlerin der klassischen Moderne. Heute würde sie sich vielleicht als Medienkünstlerin bezeichnen und ihre Methode als „sampeln“; die Nähe zwischen der Kunst der Moderne und der Mode hat sie gelebt. Gemeinsam mit ihrem damaligen Lebensgefährten, Raoul Hausmann, erfand sie die Photomontage, für die sich nach 1945 der Begriff „(Foto) Collage“ durchsetzte. Die Ausstellung legt den Schwerpunkt auf diese Fotocollagen. Zusätzlich werden einige wenige Scherenschnitte und Holzschnitte gezeigt.
Die Idee zur Ausstellung „Hannah Höch“ entstand als Folge der Raoul Hausmann-Ausstellung. Denn die siebenjährige Schicksalsgemeinschaft der beiden Künstler (von 1915 bis 1922) war für das Werk beider Künstler entscheidend. Dass Hannah Höch in Ausstellungen weltweit präsent ist, liegt an ihrem Stilpluralismus und daran, dass das künstlerische Neuland, das sie mitentwickelte und weiterpflegte, nach wie vor aktuell geblieben ist. Die eigenartige Sensibilität der Neuschöpfungen aus zerschnittenem Fotomaterial allerdings wurde ihr Markenzeichen. Katalog: ifa-Institut. Die Ausstellung wird unterstützt vom Kulturfonds Bayern 2008.


Pressemitteilung 1. November 2008

Gothaer Autorin Ingrid Seyffarth erste Gothaer Hannah-Höch-Preisträgerin

Im Bürgersaal des Historischen Rathauses fand im Rahmen einer Festveranstaltung zum ersten Mal die "Hannah-Höch-Ehrung" Gothaer Künstlerinnen statt. Mit dieser neu geschaffenen Auszeichnung am Geburtstag der namhaften Dadaistin Hannah Höch, wird das künstlerische Schaffen Gothaer Frauen gewürdigt. Als Preisträgerin des Jahres 2008 zeichnete Oberbürgermeister Knut Kreuch die Gothaer Autorin Ingrid Seyffarth aus. Als besondere Ehrengabe erhielt die Preisträgerin die verkleinerte Nachbildung eines Löffels mit Gothaer Wappen, den die Gothaer Schützen 1908 Hannah-Höch überreichten und eine Reproduktion des Höch-Gemäldes "Gothaer Fackelzug" (1906-1908). Ingrid Seyffarth (geb.1948), lebt seit 1987 in Gotha. Hier ist sie seit dieser Zeit als Buchhändlerin im familieneigenen Geschäft tätig. Mit dem Schreiben begann sie in früher Jugend. Eine Auswahl aus ihrem Schaffen: 1978 Erzählung "Das unauslöschliche Merkmal", im Jahr 2000 im Angelika Lenz Verlag veröffentlicht; Liederzyklus "Licht", der 1999 im Erfurter Rathaussaal vom Frauenchor an der Musikschule Erfurt uraufgeführt; Auftritte mit eigenen Lyrikprogrammen; 2007 "In Europa nichts Neues", ein fiktiver Briefwechsel zwischen Schiller und Napoleon, szenische Lesung für zwei Schauspieler.

In der Begründung für die Ehrung Ingrid Seyffarths heißt es: "Hannah Höch’s Leben und Werk steht für Unabhängigkeit, Selbstbewusstsein und künstlerische Neugier. So wie Hannah Höch mit ihren Gemälden und Fotomontagen Stellung bezog – kritisch und engagiert die Welt betrachtend – so reflektiert Ingrid Seyffarth poetisch die Welt."


Pressemitteilung 5. Juli 2008

Das Hannah Höch-Kabinett auf Schloß Friedenstein wächst: Freundeskreis Schlossmuseum Gotha übergibt mehrere Werke der Künstlerin an die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha:

Im Rahmen der Ausstellung „Jugend und Alter“ (bis 28. September 2008), die Hannah Höchs Schaffen mit ausgewählten Werken aus früher und später Phase präsentiert, übergibt der Freundeskreis Schlossmuseum Gotha durch Jochen Peter, Vorsitzender des Freundeskreises Schlossmuseum Gotha e. V., dem Hannah-Höch-Kabinett neue Erwerbungen.

Großzügige Spenden der Mitglieder des Vereins ermöglichten die Schenkung an die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha. Der „Gothaer Fackelzug“, ein Aquarell von 1906/08, und das Gemälde „Gotha vom Bodenfenster aus“ (1904) sind Bilder, die die jugendliche Johanne malte. Beide Werke, so unterschiedlich sie auch in Form und Technik sind, zeigen die frühe Begabung der Künstlerin und ihr sicheres Gespür für Anordnung und farbige Gliederung der Komposition. Ist der ‚Blick‘(„Gotha vom Bodenfenster aus“) vom Dachbodenfenster aus dem Haus der Familie Höch in der 18.-März-Straße auf Schloß Friedenstein noch eine traditionell gehaltene Ölmalerei, zeigt sich der zwei Jahre später entstandene stimmungsvolle Fackelzug im impressionistischen Stil.

Eva-Maria und Engelbert Dicken aus Wuppertal, die dem Schlossmuseum bereits 2005 eine bedeutende Schenkung von Hannah Höchs Kunstwerken zukommen ließen, übergaben den in einer renommierten Galerie erworbenen „Gothaer Fackelzug“ dem Freundeskreis Schlossmuseum Gotha mit der Auflage, das Bild dem Hannah Höch-Kabinett zu übergeben. Dieser großzügigen Geste schloß sich die Nichte der Künstlerin, Eva-Maria Rössner aus Tübingen, an, als sie am Eröffnungstag der Ausstellung Hannah Höchs ältestes bekanntes Gemälde, „Gotha vom Bodenfenster aus“ spontan dem Freundeskreis schenkte, der es dem
Schlossmuseum weiterreichte.

„Besuch bei Hannah Höch“ ist der Titel einer Photo-Edition 2008, herausgegeben von Anne Schäfer-Junker und Ernst B. Schäfer - Edition Aujourd´hui und dem Photographen und Bildjournalisten Hans Jörg Schütt - sirius photokunst.
Ende der 60er Jahre traf der Photograph mehrmals Hannah Höch in ihrem Haus und Garten in Berlin-Heiligensee und anläßlich von Ausstellungseröffnungen. Diese Porträts aus den späten Lebensjahren der in Berlin heimisch gewordenen Künstlerin vereint eine Kassette mit 14 schwarz/weiß Photo-Porträts Hannah Höchs, auf Baryt-Papier im Format 17,8 x 24 cm, die dank der Spendenbereitschaft der Mitglieder des Freundeskreises Schlossmuseum Gotha in ihrer Gesamtheit und Anschaulichkeit im Jahre 2009 im Hannah Höch-Kabinett des Schlossmuseums Gotha gezeigt werden können.

Seit den 1990er Jahren konnte dank mehrerer Ankäufe des Schlossmuseums, durch die Förderung des Freistaats Thüringen und mit Hilfe von Schenkungen kontinuierlich eine Sammlung mit Werken Hannah Höchs aufgebaut werden, die nun einen weiteren erfreulichen Zuwachs erhielt.

Jugend und Alter – frühe und späte Werke von Hannah Höch
Schlossmuseum Gotha, Hannah Höch-Kabinett
6. Juli bis 28.September 2008


Pressemitteilung Mitte 2007

Schloß Friedenstein Gotha richtete im Januar 2007 ein Hannah Höch Kabinett ein Sonderausstellung Hannah Höchs Gartenwelt

Erstmals stellt das Schlossmuseum der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha Werke von Hannah Höch in einer ständigen Präsentation vor: das Hannah Höch Kabinett. Im Hannah-Höch-Kabinett erhalten die Besucher einen Einblick in Leben und Werk der in Gotha geborenen Künstlerin. Aus verschiedenen Werkperioden und in der ihr eigenen Stilmannigfaltigkeit sind im Kabinett Kunstwerke aus der Sammlung des Schlossmuseums ausgestellt.

In einer Sonderausstellung Hannah Höchs Gartenwelt (bereits 1993 fand eine große Hannah Höch Retrospektive statt und 2005 wurden die Werke aus der Schenkung Dickens gezeigt) werden derzeit im Brettersaal (20. Mai - 2. September 2007) 50 Werke unterschiedlicher künstlerischerTechniken gezeigt. Sie macht stimmungsvoll den von ihr so geliebten Garten mit seinen Pflanzen und dem Blumenmeer in allen von ihr gebrauchten Kunstformen - der Collage, dem Aquarell und der Malerei - anschaulich. Die ausgestellten werke sind zumeist Leihgaben aus Privatbesitz und aus Museen in Nürnberg und Gelsenkirchen sowie aus der Galerie Remmert und Barth, Düsseldorf.


Pressemitteilung 31.10.2005

Hannah Höch Werke an Schloß Friedenstein Gotha gestiftet

Am Samstag, dem 29.10.2005 übergab die Familie Eva-Maria und Engelbert Dicken aus Wuppertal 18 Werke, darunter viele Aquarelle, der berühmten DaDa-Künstlerin Hannah Höch an die Stiftung Schloß Friedenstein Gotha. Alle Arbeiten sind bereits im Katalog von 1993 verzeichnet. Darunter auch das Werk "Vor den Kathedralen", 1950, eine Collage mit photographischen Elementen. Diese großzügige Geste dürfte im Moment einmalig in Deutschland sein. Im Festsaal auf Schloß Friedenstein brachte die Stiftungsdirektorin Dr. Katharina Bechler in einer Feierstunde die Dankbarkeit gegenüber den Stiftern zum Ausdruck und begrüßte den hochkarätigen Zuwachs zur Sammlung der Zeitgenössischen Kunst mit der Eröffnung einer Kabinettausstellung im Anschluß an die Feierstunde. Die Stadt Gotha weiß diese Schenkung zu schätzen, betonte die Beigeordnete der Stadt Gotha, Bärbel Schreyer. In der Ausstellung sind alle 18 Werke zu sehen und die in der Gothaer Sammlung vorhandenen Hannah Höch Werke ebenfalls. Damit dürfte gegenwärtig in Thüringen, auf Schloß Friedenstein, die einzige größere Ausstellung von Werken der berühmtesten DaDaistin in Deutschland zu sehen sein.

Katalog

Alle Arbeiten sind bereits im Katalog der Ausstellung auf Schloß Friedenstein von 1993 verzeichnet. Darunter auch das Werk "Vor den Kathedralen", 1950, Collage.

© VG Bild Kunst Bonn. Foto: Anne Schäfer-Junker, Berlin

Hannah Höch war 1889 in Gotha geboren, erlebte dort Kindheit und Jugend und ging mit 22 Jahren nach Berlin, um Kunst zu studieren. Hier wurde sie die berühmte Künstlerin, als die wir sie alle kennen.

Sie gilt heute als die Künstlerin, die an der Entwicklung der Fotocollage als modernes Kunstmedium entscheidenden Anteil hatte. Besonders diese Technik der Montage und Collage von fotografischen Vorlagen hat sie für ihre Werke verwendet und weiterentwickelt. Wenn ihr die Vorlagen ausgingen, hat sie ihre Gemälde gemalt, als wären sie aus Collagen entstanden (Roma, 1925).

Heute ist das Hannah-Höch-Haus in Berlin-Heiligensee (1939 von ihr als ein Flugwärterhäuschen erworben) ein Denkmal, einschließlich der dazugehörige Garten - von ihr angelegt - nach ihrem Vorbild gepflegt.

In Berlin-Heiligensee verbrachte sie viele schöpferische Jahre, aber auch viele Jahre der Einsamkeit und der Zurückgezogenheit, nachdem ihre Werke von den Nazis verfemt wurden. Vor allem liebte sie ihren Garten und erlebte hier - mit Unterbrechungen - bis an ihr Lebensende 1978 ihr Künstlerinnendasein.

Die Ausstellung war bis 31.12.2006 zu sehen.

Aufnahmen in der Ausstellung auf Schloß Friedenstein Gotha, anläßlich der Schenkung von Familie Dicken an die Stiftung Friedenstein Gotha.
© Fotos: Anne Schäfer-Junker

Internet:
www.stiftungfriedenstein.de

Geschrieben 31.10.2005, aktualisiert 23.4.2006.
Anne Schäfer-Junker, Berlin
Virtuelles Hannah Höch Archiv info@hannah-hoech-archiv.de

 

Copyright
www.hannah-hoech-haus.de
www.hannah-hoech-archiv.de

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Zuletzt aktualisiert: 16.1.2016